Darf man eine junge Buchenhecke schneiden oder schadet man damit den Pflanzen? Diese Frage möchten wir in diesem Artikel beantworten. Schließlich gibt es Heckenpflanzen, die man direkt schneiden kann. Andere Sträucher müssen sich erst an ihre neue Umgebung gewöhnen, bevor man mit der Schere ran darf. Wie sieht es bei der Buche aus?

Die Buchenhecke

Ein Wort vorab: Wenn wir von einer Buchenhecke sprechen, dann meinen wir in diesem Artikel die Rotbuche (Fagus sylvatica) oder die Blutbuche (Fagus sylvatica atropunica). Hainbuche hört sich zwar ähnlich an, ihr lateinischer Name Carpinus Betulus verrät uns aber, dass sie nicht zur gleichen Familie gehört. Die Buche ist ein winterharter Strauch. Er ist zwar nicht immergrün, bietet im Winter aber trotzdem Sichtschutz. Im Herbst verdorren die Blätter der Buche. Diese fallen jedoch erst aus, wenn im Frühling neue Triebe sprießen. Der Name Rotbuche hat übrigens nichts mit der Farbe der Blätter zu tun, sondern mit der rötlichen Färbung des Buchenholzes. Der Rotbuche sprießen im Frühling junge, grüne Triebe. Bei der Blutbuche ist das anders: Ihre jungen Triebe sind leuchtend rot.

Eine junge Buchenhecke schneiden

Im Prinzip kann man eine frisch gepflanzte Buchenhecke direkt schneiden. Störende Äste und Zweige an den Seiten können Sie ohne Probleme wegschneiden. Das regt sogar das Wachstum der Pflanze an. Sie wächst dann dichter nach. Das gilt allerdings nur für die Seiten der Pflanze, nicht die Spitze. Diese sollten Sie erst einmal nicht schneiden. Dann wächst die Pflanze schneller in die Höhe. Außerdem sollte man den Hauptast Raum geben, um zu wachsen. Das macht die Pflanze stark. Wenn man den Hauptast zu früh einkürzt, entstehen viele einzelne Verzweigungen. Die Spitze des Strauchs wird dadurch instabil. Erst wenn die Buchenhecke die gewünschte Höhe erreicht hat, sollten Sie die Spitzen der Pflanze um etwa 20cm einkürzen. Die Spitzen wachsen dann besonders dicht nach und bilden ein geschlossenes Blätterwerk.

Tipps fürs Schneiden einer Buchenhecke

Egal, ob Sie eine alte oder eine junge Buchenhecke schneiden wollen, wir haben da noch einen praktischen Tipp. Viele Gartenbesitzer neigen dazu, die Seiten einer Hecke schnurgerade zu schneiden. Das ist für die Hecke jedoch nicht so gut. Am besten ist es, die Seiten leicht schräg zu schneiden. Der obere Teil der Heckenseite sollte etwa 10cm schmaler sein als der untere Teil.

Warum sollte man eine Hecke schräg zuschneiden?

Oben wächst eine Hecke schneller als unten, weil sie oben verzweigter ist. Wenn man die Seiten der Hecke gerade schneidet, wird die Hecke oben breiter als unten. Der untere Teil der Hecke bekommt dann nicht genügend Sonnenlicht. Langfristig entstehen so Löcher in der Hecke. Wenn Sie die Hecken also leicht schräg schneiden, sorgen Sie dafür, dass alle Teile der Hecke genügend Licht zum Wachsen bekommen.

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